Côte d’Azur – Nizza (Nice)

Eine tolle, bereichernde Reise führte uns im Februar mit seinem mediterranen Klima (und ca. 300 Sonnentagen im Jahr) durch Südfrankreich und der Mittelmeerküste. An einem Tag spürten wir frühlingshafte 18°C,  während wir zuvor zuhause im Strickpulli noch davon träumten. 🙂 Nizza hat einen Steinstrand und das legendäre Luxus-Hotel Negresco mit seinem blauen Salon und rosa Kuppel ist innen leider nur für Bucher und nicht „Nur-Besucher“ zu besichtigen. Die Promenade des Anglais ist eine sieben Kilometer lange Straße entlang der Uferstraße Baie des Anges und hat eine anliegende Strandpromenade.
Über den Place Masséna ging es in die City zum Blumenmarkt mit seinem Markttreiben, Blumen, Obst, Gemüse, selbstgemachte, einheimische Konfitüren und noch vielem mehr. Die Straße säumen Cafés und Fischrestaurants und kleine Gässchen mit italienisch angehauchtem Flair, denn Italien ist nur ca. 30 Kilometer entfernt. Nachmittags ging es zum Blumenkorso (bataille des fleurs) und dem Karneval in Nizza (Tradition seit 1876). Der absolute Wahnsinn. Leider auch fünf Monate später, im Juli 2016, der traurige Wahnsinns-Anschlag entlang der Promenade.

Die Côte d’Azur erstreckt sich von Cassis (bei Marseille) bis Menton und zur italienischen Grenze. Charakteristisch für die westliche Côte d’Azur sind die roten Felsen der Küste, die sich vom Esterel-Gebirge bis zur Abgrenzung durch die Calanques ausstrecken. Im Osten fallen die Alpen bei Monaco und Menton steil ins Meer und grenzen die Côte d’Azur von der italienischen Riviera (Ligurien) ab.

Bekannt wurde die Côte d’Azur durch die Drehorte der Filmwelt der 50er und frühen 60er Jahre. Glanz und Grandezza durch Stars wie Grace Kelly, Brigitte Bardot, Sophia Loren, Audrey Hepburn, Kim Novak, Frank Sinatra und Grace Kelly (verunglückt 1982 auf der Küstenstraße Grande Corniche zwischen Nizza und Monaco).

Neben den Residenzen vieler prominenter Persönlichkeiten und Künstler (Matisse, Picasso, Chagall, heute Julian Schnabel und Christo) sowie noch viel zahlreicherer Ruheständler ist es auch seit dem 18. Jahrhundert ein beliebtes Urlaubsgebiet der Franzosen und ausländischer Touristen. Bereits seit den Zwanzigern zählten Intellektuelle wie Hemingway oder F. Scott Fitzgerald mit seiner Frau Zelda zu den schillernden Persönlichkeiten, welche die Riviera für sich entdeckten. Um 1925 lebten sie für ungefähr ein Jahr in der Strandvilla Saint Louis bei Juan-les-Pins. „Tender is the Night“ und den Anfang von „The Great Gatsby“ soll er dort geschrieben haben. Sein Großvater kaufte die Villa 1929, um ein Hotel daraus zu machen. Marianne Estène-Chauvin führt heute das um die einstige Villa herum erweiterte „Belles Rives“.

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